Sprachentwicklungsverzögerung bzw. Sprachentwicklungsstörung

Unter einer Sprachentwicklungsverzögerung versteht man die zeitliche Verzögerung des Spracherwerbs bei einem Kleinkind.

Symptome 

Normalerweise beginnt ein Baby im Alter von etwa einem Jahr erste Worte zu bilden, nachdem es vorher gebrabbelt oder Silben gebildet hat. Erfolgt diese Entwicklung später, beispielsweise erst mit zwei Jahren, spricht man von einer Sprachentwicklungsverzögerung.

 

Ursachen 

Sprachentwicklungsverzögerungen können neben genetischen und neurologischen Ursachen auch durch z. B. ungenügende sprachliche Anregung, mangelhafte Zuwendung, fehlender Kontakt zu anderen Menschen, Vernachlässigung oder Verwahrlosung entstehen.

Häufiger sind jedoch medizinische Ursachen wie Innenohrschwerhörigkeit oder Schallleitungsschwerhörigkeit (insbesondere bei Lippen-Kiefer-Gaumenspalten oder Gaumensegelschwäche), Gehörlosigkeit, geistige Behinderung, Autismus. Auch eine über längere Zeit durchgeführte künstliche Beatmung des Babys kann zu einer Verzögerung der Lautbildung und des Sprechenlernens führen.

 

Folgen und Komplikationen

Eine Verzögerung der Sprachentwicklung kann das Kleinkind stark beeinträchtigen und Ausdruck einer allgemeinen Entwicklungsverzögerung bzw. tiefgreifenden Entwicklungsstörung sein. Das Kind hat Schwierigkeiten, sich gegenüber anderen mitzuteilen. Bleibt der Spracherwerb unvollständig oder bleibt er sogar völlig aus, kann dies das Denken, das Lernen sowie die Selbständigkeit beeinträchtigen.

 

Behandlung 

Bei Sprachentwicklungsproblemen sollten sich die Eltern an einen Arzt wenden. Dort werden mögliche Ursachen untersucht (incl. Hörtest), und wenn nötig, zur weiteren fachlichen Diagnostik (bes. Phoniater, HNO-Arzt, Kinderpsychologen) überwiesen. Neben einer Sprachtherapie z.B. bei einem Logopäden ist eine sprachliche Förderung im häuslichen Umfeld erforderlich.



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